|
Nach zwei Vorgängerbauten aus dem 8. und 13. Jahrhundert wurde die heutige St. Ida Kirche in der Zeit von 1900 bis 1903 errichtet. Sie gilt als Kunstwerk des Historismus.
Pfarrkirche und Wallfahrtskirche zugleich ragt sie auf einer vormals heidnischen Kulthöhe am rechten Ufer der Lippe. Obwohl die heutige St. Ida Kirche noch keine hundert Jahre alt ist,
stellt sie doch eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges dar. Dieses ist begründet vor allem durch die beeindruckenden Zeugnisse einer mehr als tausendjährigen Ida-Verehrung.
Die Schnitzaltäre und auch die übrige Einrichtung der neugotischen Wallfahrtskirche entstammen der sogenannten “Wiedenbrücker Schule”; Handwerksbetriebe und Werkstätten für kirchliche
Kunst in Wiedenbrück, die sich am Ende des 19. Jhds. und zu Beginn des 20. Jhds. auf die Einrichtung von neugotischen Kirchen spezialisiert hatten, wie Becker-Brockhinke und Diedrichs & Knoche, die
Bildhauer Anton Mormann und sein Schüler Heinrich Hartmann sowie die Maler Johann Grewe und Herr Walla.
Sehenswert sind u. a. der Hochaltar mit den großen Bildtafeln, der Taufbrunnen aus der Zeit von 1520, der Passionsaltar im südl. Seitenschiff und die Ida-Kapelle mit den drei neugotischen Ida-Fenstern. Den Mittelpunkt der Kirche bildet jedoch die Grabkrypta der hl. Ida mit den kostbaren Kunstwerken und den Reliquien der Heiligen. Das Hauptreliquiar und die Confessio mit dem wertvollen Ida-Schrein sind dabei die zentralen Bestandteile der Grabkrypta.
|