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Zunächst fällt auf, daß ein solcher Wege-Name fast nirgens mehr zu finden ist. Und wo man noch Totenwege kennt wie z. B. in Wormbach, der Urpfarre des Sauerlands, dort weiß man auch,
daß sie germanisch-heidnischen Ursprungs sind. Auf solchen Wegen wurden die Toten oft von weit her zu einem bestimmten Ort getragen, der den Germanen als heilig galt: eine Anhöhe, ein Eichenhain, eine
Quelle.
Auch das Totenpättken in Herzfeld ist mit Sicherheit der Rest eines uralten Totenweges, der aus dem Gebiet südlich der Lippe über die Furt im Südosten Herzfelds zu der Anhöhe führte, auf
der Ida später die erste Kirche errichtete. Längst bevor ein christlicher Friedhof die Ida-Kirche umgab, befand sich dort eine Kultstätte der Germanen, wo sie ihre Toten bestatteten. Viele zuverlässige
Indizien weisen darauf hin. Herzfeld ist z. B. wie Wormbach eine Urpfarre. Die ersten christlichen Kirchen in unserer Heimat wurden fast immer an früheren Kult-Orten der Germanen erbaut.
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