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Die Pfarr und Wallfahrtskirche zur heiligen Ida von Herzfeld in Lippetal wurde zur „Basilica minor“ erhoben. Damit wird die Bedeutung des „weißen Domes an der Lippe“, so der Volksmund, besonders
hervorgehoben. Ein goldener Schrein in der Krypta der Wallfahrtskirche birgt die Gebeine der heiligen Ida von Herzfeld. Das entsprechende Dekret der römischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung wurde
am Montag (11. Juli) in der zu Lippetal (Kreis Soest) gehörenden Pfarrgemeinde bekannt gegeben. Wie die Bischöfliche Pressestelle in Münster weiter mitteilte, wird Bischof Dr. Felix Genn die päpstliche Ernennung am 15.
Oktober 2011 offiziell überbringen und um 17.00 Uhr in der Basilika ein festliches Pontifikalamt zelebrieren. Den Titel einer „Basilica minor“ tragen in der Diözese Münster bisher die Wallfahrtskirche St. Marien in
Kevelaer, der Xantener St. Viktor-Dom und die Wallfahrtskirche St. Marien in Bethen bei Cloppenburg. In dem von Bischof Dr. Felix Genn nach Rom gesandten Antragsschreiben heißt es, das Zeugnis der heiligen Ida stehe „für
die reiche christliche Tradition unseres Landes wie für seine inneren Wurzeln“. Bei der IdenWallfahrt handele es sich um „die älteste und bis in unsere Tage hoch angesehene Wallfahrt Westfalens“. Die Pfarr und
Wallfahrtskirche mit dem Grab der Heiligen bilde„die markante Herzmitte und den ebenso sammelnden wie würdevollen Ort sowohl für das persön liche Gebet der Gläubigen wie für die kultischen Feiern der Pfarrgemeinde und
aller Wallfahrer“, hebt Bischof Dr. Felix Genn hervor.
Basilica minor
Basilicae minores (lat: kleinere Basiliken) sind historisch und/oder kunsthistorisch bedeutende Kirchen, oft Wallfahrts- oder herausragende Klosterkirchen, die diesen Titel vom Papst ehren halber erhalten haben. An
der Kirche sollen die Insignien des Heiligen Vaters oder des Apostolischen Stuhls angebracht werden. „Basilica maiores“ sind demgegenüber die römischen Patriarchalbasiliken St. Peter (Petersdom), die Lateransbasilika, S.
Maria Maggiore, St. Paul vor den Mauern und S. Lorenzo, die über einen Papstthron und -altar verfügen.
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